Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 25. Oktober 2009

Letzer Reisetag -Sex and the City & Halloween

Leider nur schwer zu erkennen, doch ich war da- beim Filmhaus von Carrie Bradshaw aus Sex and the City ( ich finds so genial die Serie) - sicherlich tummeln sich da ne Menge Leute tagsüber - ich hab schnell mal ein Sightseeing per Fuss um 6:00 Uhr morgends gemacht.
An unserem letzten Tag hatten wir noch Zeit bis Mittag, was wir für einen Besuch im Firedepartment Museum genutzt haben. Viel historisches - aber natürlich dreht sich alles vorwiegend um den 11. September. Sehr bedrückend ein Film über die ersten 24 Stunden nach dem Einsturz der Türme.
Danach schlendern wir noch ein bisserl durch die Stadt und entdecken zufällig einen Halloween-Laden, der die Ausmaße eines ganzen Aldi-Supermarktes hat. Ich überlege, ob ich 20-30 Dollar investieren sollte, denn egal welches - eines dieser Teile bei mir vor der Haustür und kein deutsches Kind traut sich mehr zu klingeln. Unglaublich, was man da kaufen hätte können ;-)).
Das war das Ende unserer Reise - rein in den Flieger und wieder in die Heimat. Schön wars, obwohl nur 12 Tage unterwegs, es hat sich mal wieder gelohnt in die Staaten zu fliegen . Unmengen neuer Eindrücke und Erkenntnisse - und kaum zu Hause, schon wieder Fernweh.

Freitag, 23. Oktober 2009

2. Tag NYC

Fit und ausgeschlafen gehts am 2. Morgen los - Joggingschuhe an 6:00 Uhr morgens - durch die noch schlafende City über 100 rote Fußgängeramperln in Richtung East-Side zum Sonnenaufgang. In NY sind die Leute ganz schön sportlich - auffällig, wir sind das einzige Pärchen -Singlestadt.
Nach Dusche und ausgiebigem Frühstück starten wir zur 3. Bustour durch Uptown Manhatten und Harlem. Danach streunen wir durch den Central Park, der mich kollosal begeistert und genießen die Sonne. "Imagine" Erinnerung an John Lennon - Ein See mit Schildkröten - ein Zoo, ein Holzkarussell mit Pferden, mega Kinderspielplätze, Musiker, Nanny's - alles kann man hier finden.NY ohne Shopping geht ja nicht sagt man, so dass wir am Nachmittag durch Soho schlendern, aber ich mal wieder nix kaufe - Designer find ich tortz "Schnäpchenpreisen" zu teuer - der Rest ist ähnlich H&M und schlechte Qualität..na ja, vielleicht hab ich nur keinen Ahnung von Einkaufen ;-)) -- Egal. Am Abend ziehen wir los auf die "Top of the Rocks" Aussichtsplatzform des Rockefellercenters mit Blick über das Häusermeer und auf das Empire State Building. Montag nachts um 23:00 Uhr ist am Times Square noch so viel los, wie in München am Stachus das ganze Jahr nicht. ;-)). Wir verirren uns in unserem Greenwich Viertel noch in einem sündhaft teuren Spanier (minitapas für 10$ - ninibier 9$)..... und schlendern danach gemütlich nach Hause.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

1. Tag NYC

Früh um 4:00 Uhr fahren wir in Newark, DE los, um nicht in den morgentlichen Verkehrsstau nach NY zu kommen. Es läuft super und trotz 8 spuriger Autobahn, sind wir kurz nach 6:00 Uhr morgends in New Jersey am Flughafen und geben das Auto ab. Von dort mit Sack und Pack (Gott sei Dank nicht viel dabei) - gehts mit dem Zug in nach Manhatten und dann - es ist kurz vor 9:00 Uhr direkt in den morgentlichen Wahnsinn der Newyorker ...in die Subway. Man muss im Prinzip aufpassen, damit man nicht von den arbeitswütigen regelrecht über den Haufen gerannt wird. Im Hotel eingescheckt - dürfen wir die Koffer im Store lassen und sogar noch ein Extrafrühstück für umsonst einnehmen ( thats real service!). Danach zischen wir schon los und kaufen uns ein 2-Tages Ticket für die Hop-on-Top Tour in den roten Doppeldeckerbussen. 3 Touren - und wir machen an diesem Tag 2 Touren -Downtown und Brookleyn.
Eine kostenlose Fahrt auf der Staten Island Ferry muss natürlich sein - vorbei an der Freiheitsstatue... dann zu Ground Zero - schließlich bin ich ein Baustellenfreak und vor allem das eingesetzte mördergroße Gerät begeistert mich. Schwer vorstellbar, dass hier alles in Schutt und Asche lag - und vor allem wo auf dieser doch realtiv "kleinen" Fläche zwischen den Häusern ist das ganze Material dieser Türme runtergekommen...? Wahnsinn..und auch bedrückend.


Die Bustour geht bis hoch zum Rockefellercenter, Empire State Bulding - super Wetter, doch durch die Häuserschluchten pfeift trotz allem der Herbstwind und im offenen Doppeldecker frier ich wie verrückt. Eigentlich wollten wir abends noch um die Häuser ziehen, aber um 20:00 Uhr und nach 18 Stunden - können wir einfach nicht mehr und schlafen erst mal herrlich in unserem Hotel am Washington Square ohne Abendessen bis in den frühen morgen wie die Murmeltiere.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Arlington

Arlington National Cemetry
ebenfalls in Washington D.C. ein Militärfriedhof in unvorstellbarer Größe. Das Grab von JFK mit einer dauerhaft brennenden Flamme ist relativ unspektakulär aber man spürt trotz allem die Geschichte. Die halbstündige Wachablösung am Grab des unbekannten Soldaten mag für uns Deutsche irgendwie merkwürdig und übertrieben aussehen, ganz ehrlich weiß ich noch immer nicht wirklich, was ich davon halten soll. Generell kann ich sagen, die Wachablösung beim Buckingham Palast in London ist gegen dieses Zeremonie in ihrer unglaublichen Präzesion praktisch nix. Jutta und Wesley haben uns dann noch in die Ecke des Fiedhofes geführt, in der die "neuen" Gräber sind. Weinende Familien vor Gräbern-Geburtsjährgänge 1982 , 1983...etc. da läuft einem wirklich die Gänsehaut hoch und die Tränen in die Augen :-(

Washington ein Platz voller Kriegsdenkmäler - aber auch Kunst und tollen Gebäuden...trotz allem eine herrliche offene Atmosphäre ..... - natürlich waren wir noch bei Barack Obama vorbeischauen - in gehörigem Abstand glauben wir den "First Dog" gesehen zu haben, wie er von einer weiblichen Person durch den Garten geführt wird. Nach einem Tagesmarsch durch Washington - endlich das verdiente Bier -und lecker Thai ...danke noch mal an unser Gastgeber !!

Samstag, 17. Oktober 2009

Washington D.C.

Nach dem Besuch bei den Amish sind wir für 2 Tage bei meiner alten Judo-Kollegin Jutta und Ihrem Lebensgefährten Wesley in Newark Delaware eingezogen. Die beiden haben uns dann am nächsten Tag Washington D.C. zu Fuß gezeigt ( 15 km sightseeing)... Washington ist eine total offene und helle Stadt. Am Sonntag kommen hier viele Leute um die kostenlosen Museen zu besichtigen ( schnell mal nen Picasso zum Frühstück) und in den Parkanalgen rund um die vielen Denkmäler , das -Kapitol, weißes Haus, Lincoln Memorial...ect.. wir hatten endlich wieder herrliches T-Shirtwetter und waren wirklich beeindruckt von Washington.

Kapitol
Verbindungsgang zwischen Ost und Westgebäude der National Gallery of Art - aufgeteilt in Moderne und Historische Kunst


Washington Monument spiegelt sich im Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial

Dienstag, 13. Oktober 2009

Amish People


Ein wundervoller Name für einen Ort : Bird in Hand in Pensylvenya - nähe Lancaster wieder Richtung Ostküste. Wir stoppen hier um uns ein Bild zu machen auf einem Wochendmarkt und einer geführten Tour in einem nachgebildeteten Amishhouse. Wer mehr darüber wissen will lese HIER nach. Mich hats sehr interessiert - finde es jedoch teilweise recht seltsam und nicht konsequent.Zu erklären fast unmöglich - dafür ein paar Bilder (auch wenn sie wohl nicht gerne fotografiert werden)



Freitag, 9. Oktober 2009

Niagara Falls

Camping hat mal wieder super geklappt, wir mussten noch nicht mal was bezahlen, es hat Nachts nicht geregnet, so konnten wir wieder Würstl grillen in der Nähe der Falls - und mit Blick auf die nächtliche Sillouette von Toronto...wohw !..Gepennt haben wir jedoch im Auto - hinten alles umgeklappt, Luftmatratze rein. Manchmal hats halt doch Vorteile, wenn man unter 1,60 ist ;-)).
Niagara Falls :
Wie man unschwer erkennen kann - das Wetter war beschissen ;-( . Allerdings auch so was von Wurst, denn wir hatten eine Discovery Pass mit 4 verschiedenen Tours erworben und sind gleich als erstes Mal mit dem Boot "Maid of the Mist" in die Tosende Gischt gefahren... tja - 9:00 Uhr Morgens, 8Grad Außentemperatur - nasse Turnschuhe, nasse Socken und nasse Hosen und Ärmle für den Rest des Tages..nun, Gott sei dank sind die anderen 1000 gefühlten Japaner auf dem Boot auch klitschenass geworden. Da nützt noch nicht mal was diese Regentüten . Nach der Bootstour haben wir dann über Holzterrassen die Kanadischen Fälle erklommen..siehe da, es gab Badeschlappen für alle...grrr... wär schon egal gewesen, aber dafür war ich dann mal für ein paar Momente die eklig nassen Turnschuhe los.
Die Falls sind gigantisch, keine Frage, wer sich jedoch in der Natur glaubt...weit fehl geschlagen. Auf der Kanadischen Seite ( siehe Foto) sieht es eher aus wie in Las Vegas - direkt rangebaut. Riesenrad, Ausichtsturm, Hotels, Planet Hollywood allles mit großformatiger Werbung. Irgendwie schade, aber die vielen Besucher wollen wohl entertaint werden und am liebsten direkt an der Action wohnen. Ich will nicht sagen, ich war enttäuscht, denn wir hatten jede Menge Spaß an dem Tag, doch ein Grund um deswegen in die Staaten zu fliegen ist das sicherlich nicht. Die Nationalparks im Westen sind um vieles beeindruckender. Was gut war, war eine Filmvorführung über all die Mythen und Vorfälle an den Falls. Leute in Fässern, die sich runterstürzten und Kinder, die in den Fluss gefallen sind und den Absturz in den Falls tatsächlich überlebt haben.
Am Tag zuvor haben wir noch eine Jetboat Tour gemacht und sind deswegen extra nach Kanada eingereist ;-)). Fotos - logo keine, denn auch da wurden wir bei ziemlich niedrigen Temperaturen total nass. An dem Tag gabs nur ne Tour mit offenen Booten - sicherlich eine der letzten in dieser Saison. Whirlpool Jet Boat - rock the Whitewater of Devils Hole Rapids.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

I`ll be back

Connecticut - Vermont - New York (State) - Indian Summer
Wir waren vielleicht 2 Wochen zu früh dran, aber die "Fall Foliage" war trotzdem schon wunderschön. Viele, viele Kilometer mit dem Auto. Gestartet sind wir in NY am JFK Flughafen - mit dem Mietauto über Long Island ..hey, die New-Yorker haben direkt Traumstrände vor der Haustür .... mit der Fähre nach New London in Connecticut. Hier stehen überall in den Wäldern hübsche Häuser - meist weiß und wie aus dem Bilderbuch. Keines gleicht dem anderen.
Über die Green Mountains in die Aidirondacks Park Reserve.

Mittwoch, 19. November 2008

19. TAG – Heimflug und Fazit













Nach 2900 Meilen und fast drei Wochen haben wir einen wirklich beeindruckenden Urlaub hinter uns. Alles hat wunderbar geklappt, das Hauptaugenmerk auf die Nationalparks zu legen war goldrichtig. Las Vegas ist definitiv nix für uns und LA den Rücken zu kehren war auch die richtige Entscheidung.

Die Wirtschaftskrise in USA ist deutlich zu spüren – alles „for sale“ (Häuser, Autos, Campmobile) – und man kriegt Rabatt an der Tankstelle, wenn man cash bezahlt, statt mit der Kreditkarte.

Wir sind zu überzeugten Campern geworden ;-)) wer hätte das gedacht!

Dienstag, 18. November 2008

18. TAG Back in San Fransisco

Da wir an LA schneller vorbei waren als geplant, bleibt uns jetzt noch ein ganzer Tag San Fransisco, welches bei der Anreise eh viel zu kurz kam. Wir genießen die Sonne in der Stadt, fahren mit der Cable Car ein paar mal rauf und runter, schauen die Serpentinen der Lombard Street an, kaufen ein paar Mitbringsel ein und lassen den Urlaub ganz gemütlich bei einem Abendessen in unserem Abschlusshotel ausklingen



Montag, 17. November 2008

17. TAG Whale Watching













Auf einem Flyer im Motel habe ich einen Anbieter mit Whale Watching gefunden. Dort wird versprochen, dass

man zu 99,5 % Wale zu Gesicht bekommt . Wir melden uns gleich früh für den Bootstrip an und besuchen vorher das Aquarium. Das Monterey Aquarium wird hochgelobt, aber wir haben schon bessere besucht. Nachmittags geht’s mit dem Schiff los aufs Meer – gar nicht weit von der Küste befindet sich unter Wasser ein Canyon, der wohl so nahrreich ist, dass sich hier je nach Jahreszeit verschiedene Walarten tummeln. Im Oktober sind es die Buckelwale. Ich hatte mir vorgestellt, dass ich vielleicht Wale aus der Ferne sehen… nein, die kommen ans Boot und reiben sich ihren Rücken daran !!! Ca. 17 m sagt die Meeresbiologin an Bord sind unsere Exemplare. Wenn sie ihre Fontäne ausblasen, stinkt es wie 1000 faule Eier !! Pfui Teufel.. Walmagen … den Walen scheint genau das am besten zu gefallen, Touris anzupusten ;-)). Ein paar zeigen auch noch schön ihre „Tail Fluke“. Durchgefroren kommen wir nach fast 4 Stunden wieder am Hafen an.

Wir entscheiden uns noch am Abend so weit wie möglich an San Fransisco zu fahren um nochmals ein Motel zu suchen.


Samstag, 15. November 2008

16. TAG Big Sur – Monterey

Immer entlang am Highway Nr. 1 fahren wir wieder zurück Richtung San Fransisco. Big Sur nennt sich die Gegend. Der so angepriesene Highway ist zwar nett anzusehen, aber finden ihn nicht sooo aufregend. Ich denke, in Europa gibt es in Italien /Frankreich - Spanien sicherlich noch schönere Ecken. Aber soooo viel Küste haben die Amis halt in dem großen Land nicht – rein prozentual zur Fläche gesehen. Wir schaun uns Carmel by the See an, ein Ort, in welchem Clint Eastwood Bürgermeister war. Nett – gemütlich – teuer. In Monterey suchen wir uns ein schönes Motel und gehen abends erst mal richtig gut essen.



























Freitag, 14. November 2008

15. TAG Santa Barbara














Wir verbringen fast den ganzen Tag in Santa Barbara – es ist Wochenende und Seefood-Festivall.

Nebenan im Park hat ein Indianerstamm ein "privat event" - sie tanzen ohne Pause, räuchern irgendwas und singen. Allerdings kann mir hier ganz deutlich erkennen... Burger kills Kondition !. Einige der Tänzer sind so dick, dass ihnen einfach die Puste ausgeht und sie ständig Pause machen müssen ;-))).



















Pelikane und andere Vögel kann man hier aus nächster Nähe am Strand beobachten und die ersten Surfer aus der Nähe.










Vom ewig langen Holzsteg aus gelingen mir ein paar nette Fotos. Allerdings macht kaum ein Surfer den Eindruck, dass er’s wirklich drauf hat – und so paddeln die meisten wie Robben auf ihren Brettern im arschkalten Pazifik und warten auf „die Welle“… … und unten bindet sich der weiße Hai gerade die Servierte um.


Donnerstag, 13. November 2008

14. TAG Die Küste bei LA – Queen Mary I














Von Palm Springs aus geht es noch mal über Bergketten und wenig besiedeltes Land in Richtung „Moloch“ LA. Hier sind außer an den Stränden keine Stops geplant. Wir steuern als erstes Newport Beach an. Dort liegt die alte Queen Mary I - , auf welcher mein Vater als Kriegsgefangener nach Amerika gebracht wurde. Das Schiff ist als Hotel umgebaut und man bietet uns dort für 240 Dollar eine Innenkabine für die Nacht an – to expensive, weil es grad so bussy ist – nun, Nachfrage macht den Preis – wie überall.
Ehrlich gesagt ein komisches Gefühl… und ich finde es irgendwie schade, dass ich meinen Vater nicht mehr fragen kann, wie es für ihn damals als 17 Jährigen war, auf solch einem Dampfer weit weg von zu Hause verschifft worden zu sein. ( Noch dazu von den Engländern an die Amis verkauft)











Wir fahren weiter – halten nur kurz an einem der Stadtstrände von LA und beschließen, auf schnellstem Weg diese Ecke hinter uns zu lassen. An diesem Tag fahren wir fast rund um die Uhr mit dem Auto – bis nach Santa Barbara, einem wesentlich freundlicheren Stückchen Erde – vor allem ruhiger. Von LA haben wir also nichts gesehen – Hollywood hat uns nicht interessiert und Beverly Hills genauso wenig.

Mittwoch, 12. November 2008

13. TAG Joshua Tree National Park













Leider müssen wir uns vom genialen Campingplatz "Mather Campground" am South Rim trennen.

Wir fahren vom Grand Canyon in Richtung Westen zum Joshua Tree NP. Hier erwartet uns eine absolut skurile Landschaft. Ab und zu sieht man Kletterer – wie ich im Führer des Parks lesen kann, ists aber nicht ungefährlich, denn in den Mulden, in die man beim Klettern fasst, könnten durchaus Schlagen und Skorpione sitzen….brrr…


















Wir belassen es bei einer kleinen Wanderung . Wir steuern Palm Springs an, die Rentnerhochburg hinter LA ;-)). Irgendwie nicht spektakulär - die Architektenburgen auf den Hügeln würde ich gerne anfahren, doch schon einige Kilometer vorher stoppt uns das Schild "privat road". Muss ichs mir halt auf Google-Maps von oben anschauen.

Wir beziehen ein Motel und machen uns auf die Suche nach was zu Essen. In einem Mexicanischen Restaurant habe ich zum ersten mal Skrupel, mir nen Salat mit Pute zu bestellen - gegen die 6 Köpfige Familie gegenüber ( geschätzes Übergewicht ca. 400 kg) - kam ich mir vor wie ein verhungertes etwas ...

Dienstag, 11. November 2008

12. TAG "the Mission" - Hiking the Canyon

Lange habe ich mich im Internet schlau gemacht, Berichte gelesen, sogar Mails ausgetauscht. Generell wird davor gewarnt – und angeblich ist es verboten (konnte ich aber nirgends lesen). Früh um 4:45 piept der Wecker, am Abend vorher haben wir bereits alles gepackt. Für jeden genug Essen und ca. 4 Liter zu Trinken. Sportgel, Hikers-Trockenfutter…wir sind gerüstet. Rein in den Hikerbus um 5:15. Wir treffen noch ein Pärchen, die die gleiche Wanderung schon mal gemacht haben und uns in unserem Vorhaben bestärken… angeblich würden wir den Eindruck machen, dass wir das auf jeden Fall schaffen… ahaaa….Der Bus hält am South-Kaibab-Trail Point – Außentemperatur ca. 5 Grad. Mit Stirnlampe und Taschenlampe bewaffnet, tasten wir uns die ersten Stufen und Meter nach unten. Irgendwie unheimlich finde ich, als ob man in einen dunklen riesigen Rachen absteigt. Schon eine Stunde später ist es hell und wir haben bereits ca. 500 Höhenmeter nach unten hinter uns.














Unser Ziel ist der Colorado River am Buttom des Grand Canyon. Auf 1500 Höhenmetern steigt man durch 5 Klimazonen ab und die Temperatur steigt mit der Sonne. In der Mitte hat es fast 40 Grad – ganz unten noch über 30 Grad. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, doch ich fand diese Wanderung noch viel beeindruckender als das Helifliegen. Je weiter man absteigt, desto kleiner kommt man sich vor – und desto größer erscheint der Canyon. Es ist ganz wenig los und wir sehen nur vereinzelte Wanderer.













Nach 3,5 Stunden Stufen abwärts, stehen wir am Colerado River – von wegen Bächlein – über einen ca. 80m breiten reißender Strom führen 2 Brücken. Wir gönnen uns im Schatten eine ausgedehnte Pause und stärken uns erst mal, bevor wir den langen Anstieg über den Bright Angel Trail nach oben antreten.
Insgesamt 6 Stunden steigen wir wieder durch diese gigantische Schlucht empor. Wenn man nach 2/3 Stunden nach oben blickt, kann man gar nicht glauben, dass man dort heute wirklich noch ankommen will… an den Farben der Gesteinsschichten erkennt man ungefähr, auf welcher Ebene man sich gerade befindet. Im oberen Drittel sind am Nachmittag dann leider viele Muli-Trupps unterwegs und auch jede Menge Wanderer, die teilweise ganz schöne Probleme haben wieder nach oben zu kommen. Die meisten gehen 2 Stunden runter, bis zum Indian Garden, einer Art Oase auf der ersten Ebene – unterschätzen jedoch, dass sie 4 Stunden steil wieder hoch müssen.
Nach 9,5 Stunden strammer Wanderung sind wir wieder oben – ich lass eine Französin ein Finisher Foto von uns machen und wir blicken noch mal mit uns und der Welt zufrieden nach unten, bevor wir uns am Campground eine Dusche für 2 Dollar gönnen.
Fazit – Grand Canyon in einem Tag ist zu schaffen – aber nur mit ausgezeichneter Kondition und genügend Proviant, genügend Pausen und Erfahrung in Sachen Einteilung von Kraft und Kondition. Auf der Strecke wurde mir klar, dass es zur Katastrophe führen kann, wenn man sich hier Blasen läuft, umknickt oder nicht genug zu essen dabei hat !!! Man kriegt da übrigens richtig Ärger wenn man gerettet werden muss – und muss mächtig blechen. Sinnvoll ist es, unten in der Phantom Ranch einen Schlafplatz zu buchen , oder am Colorado River einen Campingplatz zu ergattern. Allerdings sind diese beiden Möglichkeiten ein Jahr im Vorraus ausgebucht.