Am 2. Camp-Morgen geht schon alles besser und schneller, schon alleine, weil wir das Frühstück ausfallen lassen. Pinienwald ist zwar schön...ABER macht Harzflecken aufs Zelt..bähh - musste ich erst mal abkratzen und dachte mir, dass es vielleicht ganz gut versiegelt.
Über den Tiogapass geht eine Strasse in 3000m Höhe und führt über Hochebenen der Sierra Nevada... ich denke, ich muss nicht erwähnen...Traumhaft ! Vor allem, weil teilweise schon Herbstfärbung eingesetzt hat.
Nach der Passhöhe geht es rapide hinab und wir kommen schon wieder in ganz andere Vegetationszonen - nächstes Ziel, der Mono-Lake ( hier kein Bild, kann man sich sparen)
Dann wieder lange, lange Autostrecke, aber irgendwie gibts trotz monotonem geradeausfahren doch immer wieder was zu sehen - Ranchs - kleine Ortschaften.....immer Richtung Death Valley, auf welches ich schon sooo gespannt war.
Trocken, so weit das Auge reicht - Wüstenlandschaft und die Außentermperaturanzeige steigt auf über 40 Grad. Obgleich es scheint, als ob es hier nichts gibt, ist diese Landschaft unvergleichlich vielfältig in Farben - Steinen - Sanddünen - Pflanzen
Nach dem wir uns auf dem Campingplatz in Furnace Creek ein Plätzchen ( was in USA ca. 200 m2 für eine Campsite bedeutet) gesichert haben, machen wir uns bei untergehender Sonne Richtung Badwater auf, dem tiefsten Punkt in Death Valley. Unglaublich, dass hier Leute einen Langstreckenlauf auf dem Aspahlt absolvieren... hatte das schon am Fersehen gesehen - aber vor Ort, kann man es sich noch weniger vorstellen .
Danach machen wir noch einen Abstecker auf dem Artist-Drive, der ewas abseits führt und deshalb so heißt, weil es hier eine Farbpalette an Steinen gibt, wie ich es noch nie gesehen habe.
Sieht aus wie Minzeis - mit Vanille, Erdber und Schokososse finde ich.
Dummerweise hab ich das Zelt am Reißverschluss nach dem Aufbau 2 cm offen gelassen...böse Sache ;-).. Aus dem Zelt muss alles raus und genau sondieren - umdrehen wenden..ect.
Übertrieben ist die Sache allerdings nicht, denn Nachts beim Taschenlampenschein sitzt dieser "kleine Krabbler" neben mir am Picknicktisch.
Das bedeutet natürlich - Schuhe mit ins Zelt und schön zumachen ! Auf das Außenzelt können wir getrost verzichten, denn es hat Nachts kaum weniger wie 40 Grad. Wir gönnen uns 2 Bier im Saloon des nahegelegenen Hotels. Dort brauchst du fast ne Jacke, denn wie überall wird auf 20 Grad runtergekühlt und vor der Tür glaubst du, es hält dir jemand einen Föhn mitten ins Gesicht.