Montag, 20. Oktober 2008

3. TAG - Yosemite















Wir sind leider noch nicht perfekt in Sachen Campen... stehen zwar um 7:00 Uhr auf - vorher ists noch nicht hell - doch bis wir alles zusammen haben um auf die große Wanderung zu gehen, ists 9:00 Uhr.
Wir machen uns auf den Weg zum "Half Dome"..na ja, wenigstens in die Richtung. Im Wanderführer ist ein ganzer Tag veranschlagt - und ich bin eh nicht scharf noch an einem Stahlseil einen Granitfelsen dieser Größe in 3000 m hochzukraxeln.
Forschen Schrittes laufen wir los - lassen den Hikerbus links liegen, was uns noch mal 1,5 Meilen bis zum ersten Anstieg kostet ( hätten wir mal nehmen soll - dann hätte es auch mit dem Half Dome geklappt...vielleicht ;-). Wir wandern ganze 9 Stunden durch herrlichste Landschaft - gekraxel zwischen Granitstufen und Felsen - wunderschöne Wasserfälle.
Eigentlich sieht das alles aus, wie wenns jemand regelrecht arangiert hätte....





















In Worten ist das eh nicht zu erklären - wir kommen noch in ein richtig übles
Unwetter und flüchten uns mit ein paar Wanderen unter einen riesigen Felsvorsprung,
bis Gewitter und Regenschauer aufhören. Wir sind teilweise über Stunden fast total alleine unterwegs und ich kann deutlich Bärenspuren erkennen, aber wahrscheinlich sind die "Buzerln" von meinem Stöckegeklapper verscheucht worden.

2. TAG - Mammuts im Yosemite

Am 2. Tag gehts los - ab in die "Wildnis" - da, wo ich hinwill ;-)). Weg aus der Stadt.
Wir fahren ca. 4 Stunden über relativ langweilige Autobahnen. Einziges Problem.... der Tempomat scheint hin zu sein...kacke..was kann dir schlimmeres passieren, als mit 65 milen auf 300 km gerader Strasse ????... Ich schwöre, ich hab alles probiert. Bei unserm Tschechenbomber geht das ganz einfach - klich ein -klick aus. Nach ca. 250 km haben wirs ( super Schatzi) rausgefunden - Tempomat klick ein... erst mal auf Minus halten, dann kurz auf Plus drücken und dann funzts.. mussma erst ma draufkommen !
Kleiner Tip an Alamo - so eine Bedienungsanleitung im Auto würde sich sicher super machen.
Als erstes machen wir einen Stop bei den Seyuoias (Mammutbäumen) beim Mariposa Grove.
Eine Wanderung über 3 Stunden führt uns an den GIGANTEN vorbei. Unglaublich wie ich finde und eigentlich nicht wirklich zu realisieren


Dann gehts weiter durch den Yosemite National Park und nach einigen Meilen liegt es vor uns :
Yosemite Valley














Eierförmige Granitfelsen, welche bis über 3000m hoch sind - mittendrin, ein Tal mit grünen Wiesen, auf welchen Hirsche und Rehe grasen... hört sich kitschig an, ist aber tatsächlich so. Ich bin total überwältigt von dem Anblick. Aber jetzt gehts ins Eingemachte ;-)) - Camping im 1,20/2,00m Zelt. Gott sei Dank, habe ich den Campingplatz vorreserviert über das National-Park-Reservations-System.. ( was für ein Wort *stöhn*), den die Campingplätze sind auch im Herbst voll. Alles klappt prima und wir schlagen zum ersten Mal unter riesigen Pinien unser Zelt auf, kaufen Campers Firewood und versuchen erst mal ne Stunde lang das "schit" Hartholz mit allem Mitteln zum brennen zu kriegen. Am Nächsten Tag haben wir übrigens die "Schleißen" (extra dünne Holzspäne) zum anzünden im Holzkarton ganz unten gefunden... grinz... egal, Würstl gabs, Käse auf Brot Tomaten und Zwiebeln + Bier. Klasse - warm ist es auch, wir sitzten in kurzen Hosen bis Nachts um 10:00 Uhr noch drausen. Im Zelt muss ich sogar später den Reißverschluss vom Daunenschlafsack aufmachen, weils mir zu warm wird.... doch das sollte sich noch ändern auf dieser Reise...;-))
Zu erwähnen ist noch, im Yosemite muss man Tags und Nachts ALLES was riecht vom Schampoo, Zahnpasta übern Käse in Food-Locker sperren. Bärensichere Stahlcontainer !! Bären gesehen haben wir nicht, allerdings doch deutliche Spuren an den Containern.